Bundesbauten im Spreebogen
In Berlin ist seit dem Regierungsumzug ein völlig neues Parlaments- und Regierungsviertel entstanden. Die neuen Bundesbauten wurden nördlich vom Reichstag als symbolischer Brückenschlag von West nach Ost errichtet, die so die ehemals getrennten Stadthälften miteinander verbindet. Mit dem „Band des Bundes“ erhält der Tiergarten so wieder eine akzentuierte nördliche Rahmung, wo er früher nur ausfranste. Das „Band des Bundes“ erstreckt sich vom westlichen Spreebogen zum Kanzleramt, dem Paul – Löbe – Haus und östlich der Spree bis zum Marie – Elisabeth – Lüders – Haus.
Das Bundeskanzleramt besteht aus einem neungeschossigen 36 Meter hohen Kubus, der von der Nord – und Südseite von langgestreckten Büroflügeln flankiert wird. Das Gebäude beinhaltet Büros der führenden Mitarbeiter, private Aufenthaltsräume des Kanzlers, Kabinettsäle und einen Bankettbereich.
Das Paul – Löbe – Haus, benannt nach einem Reichstagpräsidenten der Weimarer Republik, liegt  direkt neben dem Reichstag. Es  gehört zu den Parlamentsbauten und beherbergt Räume für die Abgeordneten, Sitzungssäle für die Ausschusse, zwei Restaurants und mehr. Die Form entspricht einer langgestreckten, gläsernen Halle, die jeweils seitlich von vier Rotunden umgeben wird. In den Rotunden befinden sich die Ausschusssäle, die ebenfalls transparent sind.
Das nach der Reichstagsabgeordneten Marie – Elisabeth – Lüders benannte Gebäude dient als Parlamentsbibliothek. Das Gebäude wird durch eine zweigeschossige Fußgängerbrücke mit dem Paul – Löbe – Haus architektonisch verbunden.