



| Russische Kolonie Alexandrowka |

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Nördlich der Innenstadt Potsdams liegt die im russischen Stil erbaute Siedlung Alexandrowka. Die Kolonie besteht aus mehreren Gehöften, mit vierzehn freistehenden Blockhäusern und einer russisch-orthodoxen Kapelle. Die gesamte Anlage ist von der UNESCO 1999 zum Weltkulturerbe erhoben worden. Die Entstehung der Kolonie Alexandrowka steht im engen Zusammenhang mit dem napoleonischen Feldzug des Jahres 1812 gegen Russland und dem Wandel der politischen Beziehungen zwischen Russland und Preußen. Bereits während des Russlandfeldzugs wurde aus den russischen Gefangenen ein Soldatenchor gebildet, der dann während der Befreiungskriege mit dem preußischen Heer bis nach Paris zog. Das durch Verluste geschwächte Chor wurde durch eine Schenkung des Zaren von sieben weiteren russischen Soldaten ergänzt. Friedrich Wilhelm III. ließ für sie und auch als Denkmal für die Verbundenheit zu Russland, ein russisches Kunstdorf nach Vorbild in Glasgow bei St. Petersburg erbauen. Zur Erinnerung an den Zaren Alexander I. wurde zusätzlich ein sakrales Gebäude, die Alexander-Newski-Kapelle, nach altrussischem Baustil auf dem Gelände errichtet. Noch heute wohnen vier Familien der Nachfahren in der russischen Kolonie und die Kapelle wird weiterhin für den russisch-orthodoxen Gottesdienst genutzt. |